Wenn man Leute fragt, warum sie Filme machen, kommen oft Antworten wie: "Ich möchte die Seele der Menschheit ergründen." Bei mir ist es einfacher: Ich mag Knöpfe. Viele Knöpfe. Und Objektive, die schwerer sind als mein Ego.
Ich bin Filmemacher aus Leidenschaft und Autodidakt aus Überzeugung. Das bedeutet im Grunde nur, dass ich keine Filmschule besucht habe, um zu lernen, wie man es richtig macht, sondern stattdessen tausende Stunden auf YouTube verbracht habe, um herauszufinden, warum meine Aufnahmen nicht aussehen wie bei Denis Villeneuve. (Spoiler: Es liegt meistens am Budget. Und am Licht. Und an Denis Villeneuve.)
Der Technik-Wahn (oder: Warum ich pleite bin)
Seien wir ehrlich: Mein Antrieb ist weniger das Schreiben tiefschürfender Dialoge, sondern die faszinierende Technik dahinter. Ich leide an einer gesunden Form des "Gear Acquisition Syndrome". Während andere entspannt Netflix schauen, analysiere ich Standbilder auf Rauschen und Dynamikumfang.
Ich liebe den "Vintage-Look" und das anamorphotische Breitbildformat. Nicht nur, weil es cineastisch aussieht, sondern auch, weil die Unschärfe und das Filmkorn gnädig verbergen, wenn ich den Fokus mal wieder um zwei Zentimeter verpasst habe. Mit meiner Sony FX30 jage ich diesem organischen Hollywood-Look hinterher, drehe an Farben in DaVinci Resolve und tue so, als wüsste ich genau, was "Color Science" bedeutet. Mein Traum ist es, irgendwann in einer riesigen Kameraweste mit einer Sony Venice am Set zu stehen – auch wenn ich damit vermutlich nur meinen Rücken ruiniere.
Mein Erzfeind: Die Physik
Meine Sets sind Orte der Kreativität und des Kampfes gegen die Elemente. Mein größter Gegner ist dabei nicht der kritische Zuschauer, sondern die Luftfeuchtigkeit. Nichts killt die Romantik eines Drehs schneller, als wenn man mit eiskaltem Equipment in einen warmen Raum kommt und die teuren Linsen schneller beschlagen als meine Brille beim Nudelkochen. Aber hey, bisher habe ich noch jedes Bild in den Kasten bekommen – notfalls mit Föhn und gutem Zureden.
Wichtig: Bitte nicht anheuern!
Bevor jetzt jemand auf dumme Gedanken kommt: Das hier ist eine reine Privatveranstaltung. Ich verkaufe nichts, ich drehe keine Hochzeitsvideos (wirklich nicht!) und ich habe keine Business-Strategie. Diese Webseite ist mein digitales Wohnzimmer, in dem ich meine Kurzfilme, Musikvideos und visuellen Experimente archiviere.
Ich mache das, weil es mir Spaß macht, Technik und Kunst kollidieren zu lassen. Wenn du sehen willst, ob das gut geht oder in einer Katastrophe endet, dann abonniere gerne meinen YouTube-Kanal. Popcorn musst du allerdings selbst mitbringen.